Donnerstag, 3. Oktober 2013

Exklusiv: Johann Wolfgang von Soethe im Interview




Wert(h)er Herr von Soethe, um unser Gespräch gleich kontrovers zu eröffnen: wer will heutzutage noch etwas von Ihnen wissen Sie verstaubter Amateurpoet?

Zum Beispiel Sie. Wenn Sie aber eine weise Antwort erwarten, müssen Sie vernünftig fragen.

Unsereins erwarten nicht nur hohle Phrasen, sondern Reflexion und Meinung zum Weltgeschehen.

Wenn Sie junger Schnösel gedenken, mich mit unflätigen "Fragen" zu belästigen, sind Sie auf dem Holzweg. Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Na gut. Etwas mehr Sachlichkeit ist wohl angebracht. Und die kann ja von Ihnen ganz offensichtlich nicht erwartet werden...

...der Charakter beruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.

Toll. Diese Äußerung fehlte gerade noch. Herr von Soethe, was treibt Sie derzeit um? Politik? Wirtschaft? Kunst?

Die Beschäftigung mit der künstlichen Wirtschaftspolitik brachte mich unlängst zur Erkenntnis: wo viel Licht ist, ist starker Schatten. Es hört doch jeder nur, was er versteht.

Pardon, ich wusste nicht, dass Sie schwerhörig sind. Stehen Licht und Schatten im Gleichgewicht? 

Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem. Demzufolge ja und nein.

Sie sagen es. Jeder Ihrer Antworten folgt das unlösbare Problem, eine neue zusammenhängende anzufügen. Zweifeln Sie an der heutigen Gesellschaft?


Mit dem Wissen wächst der Zweifel. Das sagt schon viel.

So schlimm steht es also nicht um uns, da können wir ja beruhigt sein. 


Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch. Sie scheinen da keine Ausnahme zu sein.

Pipapo. Johann Wolfgang von Soethe, der geborene Komiker...

Ironie ist eben das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.

Und für solch olle Kamellen soll Ihnen der Leser auch noch dankbar sein? Übrigens: Nebensätze scheinen nicht zu Ihren Stärken zu zählen.

Undank, das sei Ihnen ans Herz gelegt, ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen, und seien sie noch so faul, undankbar gewesen wären.

Danke.

Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel.

Ich merke es. Darum ziehen wir hier und jetzt den Schlussstrich. Möchten Sie uns nach all diesen Bonmots* noch etwas sagen?

Nein.

Umso besser. Herr von Soethe, wir "danken" Ihnen für dieses Gespräch.



Erschienen in


Das Gespräch führten Chefredakteur Rudi Rollo und Sötobald von Hosenknecht



 * Der Doktortitel gehörte Ihnen aberkannt, Sie copy-and-paste-Dichterfürst! In einem Exklusivinterview ausschließlich Eigenzitate zu verkünden und diese nicht einmal als solche anzugeben wird unweigerlich eine Überprüfung durch Ihre Universität Leipzig nach sich ziehen. Die Seite de.soetheplag.wikia.com ist schon eingerichtet.

Kommentare:

  1. will mich mal vorstellen: ich bin Russland ein Sommermärchen vom Reihne
    ihre Seite ist nicht unklug

    AntwortenLöschen
  2. Frechheit! Jeder weiß, dass Soeller der größere Dichter ist!

    AntwortenLöschen
  3. Che sciocchezza! Io sono il più grande, più potente e più primitivo. Dire almeno tutto quello che so.

    AntwortenLöschen
  4. Das? Runterspülen. Nichtsdestotrotz? Quasi Impromptu.

    AntwortenLöschen